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i became god, but im still a virgin

Jalel_Amir
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Synopsis
Falum ist der beste defensive Schachspieler der Welt. Er spielt nicht, um zu gewinnen – sondern um niemals zu verlieren. Faul, winzig und sozial unbeholfen verbringt er sein Leben mit Spielen, während seine Mutter verzweifelt versucht, ihn zu verheiraten. Als Gott sich in einer vollkommen friedlichen Welt zu Tode langweilt, wird er auf Falum aufmerksam und fordert ihn zu einem Spiel heraus. Falum darf wählen – und entscheidet sich für Kopf oder Zahl. Er gewinnt. Mit einem simplen Münzwurf wird Falum zum neuen Gott. Der alte Gott landet zurück in Falums alten Körper, während Falum in einer neuen Welt erwacht – mit unbegrenzter Macht, aber null Motivation. Statt Kriege zu führen oder Welten zu retten, verwandelt Falum die Fantasy-Welt in ein Gaming- und E-Sports-Multiversum. Dämonenkönige werden zu Trolls, Götter zu Zuschauern – und trotzdem bleibt ein Problem ungelöst: Now I Got Godly Powers, But Still No Girlfriend.
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Chapter 1 - Ich werde ein Gott

Kapitel 1 – Ein Gott mit zu viel Freizeit

Es gibt Welten, die brennen.

Welten, die schreien.

Welten, die nach Erlösung verlangen.

Und dann gibt es diese Welt.

Still.

Ordentlich.

Langweilig.

Der Gott dieser Welt saß auf seinem Thron und starrte ins Nichts.

Nicht, weil er traurig war.

Nicht, weil er müde war.

Sondern weil nichts passierte.

Keine Kriege.

Keine Intrigen.

Keine Helden, die aus Versehen Königreiche sprengten.

Nicht einmal ein Dämon, der zu spät zur Apokalypse kam.

Er hatte ganze Arbeit geleistet.

Zu gute Arbeit.

„Perfekt", murmelte er.

Und verzog das Gesicht, als hätte er gerade kalten Kaffee getrunken.

Perfektion war schrecklich.

Perfektion war Stillstand.

Also tat Gott, was er immer tat, wenn ihm langweilig war.

Er beobachtete Menschen.

Falum war… klein.

Nicht metaphorisch.

Nicht im Sinne von „unbedeutend".

Er war physisch winzig.

Ein Mann, der aussah, als hätte ihn jemand beim Erstellen des Charakters aus Versehen auf „Minimum" gestellt.

Kurze Beine.

Schmale Schultern.

Ein Körper, der mehr nach Denkprozess als nach Bewegung aussah.

Er lag auf dem Boden seines Zimmers.

Nicht auf dem Bett.

Nicht auf einem Stuhl.

Auf dem Boden.

Um ihn herum:

ein Schachbrett

ein Laptop

leere Becher

ein halb gegessenes Sandwich

Und seine Mutter, die durch die Tür rief:

„FALUM! DU BIST DREISSIG! WILLST DU ALLEIN STERBEN?!"

„Später", murmelte Falum und zog einen Springer zurück.

Nicht nach vorne.

Zurück.

Immer zurück.

Falum war der beste Schachspieler der Welt.

Nicht, weil er angriff.

Sondern weil er verweigerte zu verlieren.

Seine Verteidigung war berüchtigt.

Knallhart.

Zäh.

Unbeweglich.

Man nannte sie:

Die Falum-Verteidigung.

Wie das Kaugummi.

Man kaute darauf herum.

Und kam einfach nicht durch.

Großmeister hassten ihn.

Kommentatoren verzweifelten.

„Das ist kein Schach!", schrien sie.

„Das ist Zeitverschwendung!"

Falum zuckte nur mit den Schultern.

Zeit zu verschwenden war besser,

als alles zu verlieren.

Gott lehnte sich vor.

„Interessant", sagte er.

Nicht wegen der Größe.

Nicht wegen der Mutter.

Sondern wegen der Denkweise.

Falum spielte nicht, um zu gewinnen.

Er spielte, um nicht zu verlieren.

Und in einer perfekten Welt,

in der nichts auf dem Spiel stand,

war das…

revolutionär.

Also erschien Gott.

Nicht mit Donner.

Nicht mit Licht.

Sondern… höflich.

„Falum", sagte eine Stimme.

Falum blickte nicht auf.

„Wenn das wieder ein Scam ist, ich hab kein Geld."

„Ich bin Gott."

Falum dachte kurz nach.

Dann sagte er:

„Okay. Was willst du?"

Gott blinzelte.

„Ein Spiel."

Falum setzte sich langsam auf.

Er musterte den Raum.

Keine Halluzination.

Keine Müdigkeit.

Keine Pizza-induzierte Illusion.

„Was krieg ich, wenn ich gewinne?"

Gott lächelte.

„Alles."

Falum nickte.

„Und wenn ich verliere?"

„Nichts."

Das war der Moment,

in dem Falum lächelte.

Ganz leicht.

„Dann such ich mir das Spiel aus."

Gott, der seit Äonen nicht verloren hatte,

nickte.

„Natürlich."

Falum griff in seine Tasche.

Holte eine Münze heraus.

„Kopf oder Zahl."

Stille.

Die Münze flog.

Drehte sich.

Fiel.

Falum fing sie auf.

Schaute.

Und drehte sie um.

„Gewonnen."

Gott sah die Münze an.

Dann Falum.

Dann die Realität.

Und lachte.

Als Falum wieder zu sich kam,

stand er nicht mehr in seinem Zimmer.

Er stand auf einer Insel.

Der Himmel war klar.

Die Luft leicht.

Sein Körper fühlte sich… effizient an.

Vor ihm erschien ein Fenster.

Status: Gott

Eigenschaft: Faul

Wunsch: In Ruhe gelassen werden

Falum seufzte.

„Typisch", sagte er.

„Jetzt hab ich alles…

und immer noch keinen Plan."

Irgendwo, sehr weit weg,

begann eine neue Welt.

Und Falum hatte absolut keine Lust,

sie zu regieren.